Wie alles begann

Wie Alles begann

Wie ich dorthin kam

Es war kurz vor den Sommerferien als meine Mutter entschied, dass ich und meine BrĂĽder den Anfang der Sommerferien in einem islamischen Feriencamp verbringen sollten, OHNE Internet !!!

Natürlich waren wir direkt dagegen, da wir geplant hatten in den Sommerferien soviel zu zocken wie nur möglich und alle Endgegner platt zu machen.

Aber meine Mutter hatte es mit ihren schlagfertigen Argumenten geschafft uns zu überzeugen, dass das Camp eine gute Möglichkeit wäre, die Natur zu bewundern und gleichzeitig unseren Iman zu stärken.

Schlussendlich mussten wir dorthin gehen, da das Geld schon ĂĽberwiesen wurde und meine Mutter immer das letzte Wort hat. Somit machten wir uns mit traurigen und wĂĽtenden Gesichtern auf dem Weg zum Camp, worauf wir ja sowieso keine Lust hatten.

Mein erster Eindruck

Wir kamen nach einer langen Autofahrt endlich im Camp an und wussten natĂĽrlich nicht, was uns dort alles erwarten wird und auch nicht, wie viel SpaĂź wir dort haben wĂĽrden.

Ich schaute mich um und machte mir meinen ersten Eindruck.

Kein Internet, keine Erwachsenen da (wir waren zu früh dort), Zelte, die man mit anderen unbekannten Personen teilen muss … MIES !
Aber es lag auch daran, dass man es sich schlecht ausmalt, wenn man nicht dorthin will.

Die Zeit verstrich und die Zahl der Jugendlichen stieg an. Wir hatten noch ein bisschen Zeit und tauschten uns mit den anderen traurigen Gesichtern aus, die ebenfalls zum ersten mal im HDI waren.

Die Hauptfragen waren hierbei, was man alles dort macht und ob es eine lustige Zeit wird.

Unter diesen befragten Personen waren natürlich auch Leute bei, die mehrmals dort waren und die uns von den Erfahrungen berichtet haben, über Schmerzen an den Füßen nach kilometerlangen Fußwegen, über die Lagerfeuergeschichten nach einem Bad im kalten See, über Strafen verbunden mit Schmerzen und Qualen , wenn man versucht hat, den Erwachsenen auf der Nase herum zu tanzen und sich nicht an die Regeln hält usw.

Mit der Zeit bekam man eine andere Einstellung gegenĂĽber dem Camp und man konnte einen Versuch wagen dort SpaĂź zu haben.

Warum das HDI-Zeltlager so cool ist?

[ Weil es einfach genial ist xD ]

Die Zelteinteilung stand bevor und wir dachten uns: „Hey lass mal mit unseren Freunden in ein Zelt rein, dann können wir zusammen etwas unternehmen“ – FAIL !!!
Natürlich war das nicht so…

Die Oberhäupter hatten es schlau eingerichtet, dass die Personen, die sich kennen, möglichst nicht zusammenkommen, was natürlich keine schlechte Idee war.

Man sollte lernen, neue Freunde kennenzulernen und nicht willkĂĽrlich eine Gruppe aufzumachen, wo andere ausgegrenzt werden.

Zudem muss man innerhalb den Gruppen ein Oberhaupt aussuchen, das man respektieren muss.

Das Oberhaupt (Zeltamir) muss im Gegenzug ebenfalls seine Gruppe respektieren und sie dazu verleiten, gut mit einander klar zu kommen, auch trifft dieser meistens Entscheidungen, wie die Sachen angegangen werden oder hört sich die Meinung der Gruppe an und zieht die Idee vor, die sich seiner Meinung nach am besten eignet.
Der Zeltamir hat daher eine hohe Verantwortung zu tragen und wird oft nach einem langem Gespräch innerhalb der Gruppe weise gewählt.

Viele Aktivitäten sehen so aus, dass man seiner Gruppe im Wettkampf gegen die anderen Gruppen vertrauen soll, um zu gewinnen, daher ist die Zusammenarbeit sehr wichtig.

Nebenbei gibt es auch Dienste und Pflichten, die der Zeltamir innerhalb seiner Gruppe zum Laufen bringen muss, wie das Aufräumen des Zeltes, da es z.B. für Sauberkeit und Dekoration der Zelte Punkte gibt und das Zelt mit den meisten Punkten gewinnt.

Man verbringt also die meiste Zeit mit seiner Gruppe und hat am FrĂĽhstĂĽckstisch, in den Mittagspausen und in den Abendstunden eher die Zeit sich mit den anderen Gruppen auszutauschen.

Das HDI-Zeltlager finde ich auch wegen den Aktivitäten und den Rallyes so erfolgreich, da einige davon alleine fast unmöglich zu schaffen sind und man sich daher mit der Gruppe zusammen tun muss, um die Aufgaben zu meistern und sofern es in der Gruppe keinen Diktator gibt ^^ kann jeder dabei seine eigene Meinung mit einbringen und dem Team zum Sieg verhelfen.

Auch die Gesangsstunden haben uns Freude bereitet, Motivation gegeben und verbunden mit etlichen Witzen uns oft zum Lachen gebracht.

An sich war es für uns eine sehr schöne Zeit, die wir dort verbracht hatten und wenn man unter Freunden ist, dann erzählt man auch ab und zu eine dieser Stories, die man dort erlebt hat.

Kann ich es anderen empfehlen?

Auf jeden Fall !!!!

In meinen Augen wäre es eine verpasste Zeit, wenn jemand nicht dran teilnehmen würde.
Für PC- und Konsolenzocker wäre es ebenfalls etwas feines, da das wahre Leben sich nicht wirklich Online abspielt und man auch dadurch etwas Gesundes für seinen Körper und seinen Geist tut.

Ich bin auch nach dem ersten Mal im HDI oft wieder zurĂĽckgekehrt mit der Hoffnung, dass ich dort alte Freunde wiedertreffe und neue kennenlerne.

Die Aktivitäten sind auch wie gesagt sehr cool und nur in der Gemeinschaft sehr lustig.

AuĂźerdem habe ich mich darauf eingestellt meine Ferien immer mit dem HDI-Zeltlager zu beginnen, weil man dort einfach sehr viel erlebt.
Ich hoffe darauf, euch beim HDI-Zeltlager kennen zu lernen.