• HDI-Zeltplatz in der Natur

MĂ€dchenzeltlager 2015

Odenwald

HDI-MĂ€dchenzeltlager

31.07. - 06.08.2016

13 - 18 Jahren (F5)

DJD-FrĂŒhlingscamp

Das HDI-MĂ€dchenzeltlager des Jahres 2015 in Wald-Amorbach

Geschrieben von Maha Nourwali, 17 Jahre,

Jeddah, August 19, 2015

Es ist toll wieder einmal in der wunderschönen Natur des Odenwaldes gewesen zu sein. Hier trafen wir uns aus ganz unterschiedlichen StÀdten und sogar unterschiedlichen LÀndern, in einer wunderbaren islamischen Geschwisterlichkeit.

Nach einem leckeren Mittagessen versammelten wir uns unter dem Schatten der BĂ€ume, um uns kennenzulernen. 15 MĂ€dchen in unterschiedlichem Alter mit verschiedenen Hintergründen. Und somit begann unser erster Tag im Zeltlager. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, und kurz danach fing die erste Gruppe damit an, ihr Zelt aufzubauen. Die zweite Gruppe hatte Glück, ein Zelt zu bekommen, das schon aufgebaut war. Nachdem sich jede Gruppe in ihren Zelten eingerichtet hatte, machten wir uns auf einen kleinen Spaziergang in den Wald, was uns eine schöne Gelegenheit gab, uns besser kennenzulernen. Auf unserem Weg pflückten wir frische Johannisbeeren und saure grüne Äpfel, die wir mit dem schönen Ausblick genossen. Abends versammelten wir uns um das warme Lagerfeuer und tranken dabei den bekannten Zeltlagertee.

Morgens früh um 4:30 Uhr hörten wir den Adhan zum Morgengebet. Mit eiskaltem Wasser wuschen wir uns zum Gebet und sammelten uns im Moscheezelt. Um 8:30 Uhr wurden wir wieder zu einem leckeren Frühstück geweckt. Danach verrichtete jede Gruppe sorgfĂ€ltig ihre Dienste, und wir versammelten uns wieder, gespannt auf die nĂ€chste AktivitĂ€t. Für heute war Klettern angesagt! In hohen Steinbrüchen sind wir geklettert, was eine tolle Herausforderung für jede von uns war. Wir waren begeistert!! Wieder einmal endete ein abenteuerlicher Tag am warmen Lagerfeuer mit dem leckeren Zeltlagertee und dazu noch dem leckeren Stockbrot.

Am nĂ€chsten Tag war unser Highlight eine Wanderung zur Eisdiele in Obernburg, die 12 km entfernt war. Eine lange Wanderung unter der Sonne, doch unser Ziel hat es gelohnt. Weitere 12 km bis zum Zeltlager zurück. Wir kamen am Nachmittag an, beteten alle zusammen das Nachmittagsgebet und ließen uns das Abendessen schmecken.

Am nĂ€chsten Morgen probierten wir mal wieder etwas ganz besonderes, und zwar Messerwerfen!! Wir suchten uns einen toten Baum im Wald aus und fingen an, eine nach der anderen, das Messer in den Baum zu werfen. Es war gar nicht so einfach wie es aussah. Nachdem wir das Mittagsgebet verrichtet hatten, gab Onkel Jaafar uns einen wertvollen Unterricht in einer schönen Ecke unter den BĂ€umen. An diesem Tag unternahmen wir nicht mehr viel, denn es gab was ganz besonderes um Mitternacht: das Aussetzen!! Nach dem Abendgebet bereiteten wir unsere RucksĂ€cke vor, packten Proviant und Wasserflaschen ein, und verteilten uns auf drei Autos, die sofort losfuhren. Nach ungefĂ€hr 45 Minuten standen wir mitten im tiefen Wald. "Seid ihr bereit?", fragten uns unsere Betreuerinnen. "Natürlich!!", ertönte es wie aus einem Munde. So startete die erste Gruppe um 11:15 Uhr mit Karte und Kompass, und natürlich nicht zu vergessen, den Taschenlampen! Die zweite Gruppe ging etwa 15 Minuten spĂ€ter los. Eine Wanderung voller Abenteuer, Herausforderungen und Spaß! Wir begegneten Rehen, hörten Wildschweine und viele interessante GerĂ€usche in der Finsternis. Wir beteten Morgengebet auf dem Gras und wuschen uns davor natĂŒrlich mit dem eiskalten Wasser, das wir noch in unseren Flaschen hatten. Weiter ging es, bis die erste Gruppe um 6:10 Uhr morgens mĂŒde und erschöpft ankam, doch die zweiten Gruppe lief recht gemütlich und kam erst nach 15 Stunden voller Power am Zeltlager an - sie hatten unterwegs geschlafen :P. Sofort nach ihrer Ankunft wurden wir zur einem See gefahren; wir gönnten uns das kalte erfrischende Wasser und schwammen für ein paar Stunden. Am Abend hatten wir noch eine Fragerunde mit einer Schwester aus London, der wir all unsere Fragen stellten, welche sie mit offen beantwortete. In dieser Nacht durften wir draußen vor unseren Zelten schlafen; doch wir hatten uns gerade für ein paar Stunden hingelegt, als es anfing zu stürmen. Schnell gingen wir in unsere Zelte hinein und schon strömte es heftig!

Der nĂ€chste Tag war der Freitag! Nach dem Frühstück und den Diensten, machten wir uns für das Freitagsgebet bereit. Wir wuschen uns mit dem eiskalten Wasser, sammelten uns in dem Moscheezelt und hörten uns aufmerksam die Khutbah an. Heute gab’s auch noch was ganz besonderes, und zwar GRILLEN! Wir genossen die leckeren Würstchen und den leckeren Salat und fingen danach sofort an, unseren bunten Abend vorzubereiten. Plötzlich wurde es windig und man hörte schon das Gewitter. Beim Abendgebet konnten wir den Imam kaum hören! So heftig regnete und donnerte es. Draußen gab es jetzt wohl für den bunten Abend keine Chancen mehr, doch uns wurde das Moscheezelt von den lieben Brüdern und Schwestern vom Familienzeltlager überlassen. Gespielt, gesungen und gelacht. Mit viel Spaß und Freude endete unser bunter Abend. Doch da wir MĂ€dels noch hellwach waren, machten wir es uns in einem unserer Zelte gemütlich und verlĂ€ngerten den bunten Abend einfach. Erschöpft schliefen wir mitten in der Nacht ein.

Der letzte Tag begann. Gemeinsam genossen wir unser letztes Frühstück, und fingen dann an, unser GepĂ€ck einzupacken. Nach dem Mittagessen gab es eine schöne Abschlussrunde, bei der alle von uns ihr Feedback gaben. Und schon kam die Zeit für den Abschied; wir tauschten noch schnell unsere Kontakte aus und machten uns auf die Heimreise... . Für mich ging es wieder zurück nach Saudi Arabien.

Eine Woche voller Aktionen, Abenteuer, Spannung und Spaß. Voller Herausforderungen und Kraft.. Eine Woche, in der es unseren Seelen gut ging und sie sich wieder stĂ€rkten. In der wir die Geschwisterlichkeit spürten, uns gegenseitig halfen, und unsere Religion besser kennenlernten - alhamdulillah... !

HDI-Zeltlager
Landschaft im Odenwald